Die Leihkasse Stammheim AG wurde im Rahmen einer Versammlung der Lesegesellschaft Stammheim am 19. Januar 1863 in der Form einer Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von Fr. 32’500 gegründet.

In den ersten Jahren wurde wiederholt auf die grosse Kreditnachfrage hingewiesen. Dass die Kasse einem Bedürfnis entsprach, zeigte sich schon im ersten Geschäftsjahr, denn auf den 30. Juni 1864 wurden 180 Darlehen im Gesamtbetrage von Franken 77'000 ausgewiesen. 

Im Jahre 1888 konnte die Kasse in das Gemeindehaus Oberstammheim verlegt werden. Bis dahin war das Büro im Hause des Verwalters, Kantonsrat Deringer, im Tal, Oberstammheim. Die Leihkasse Stammheim AG entwickelte sich positiv, sodass die gemieteten Räumlichkeiten im Gemeindehaus nicht mehr genügten. Nach zweijähriger Bauzeit konnte 1978 das neue Bankgebäude am jetzigen Standort bezogen werden.

1988 feierte die Bank ihr 125-Jahre-Jubiläum und im gleichen Jahr erreichte die Bilanzsumme die 100-Millionen-Grenze. Mit dem stetigen Wachstum des Unternehmens stieg auch der Platzbedarf. Um diesen zu decken, wurde 1993 das Dachgeschoss ausgebaut und 1999 folgte ein Facelifting der Schalterhalle. Im Jahr 2013 durfte die Leihkasse Stammheim AG ihren 150-Geburtstag feiern. 

Dank ihrer soliden, durch Augenmass und Zurückhaltung definierten Geschäftspolitik, überstand die Kasse auch die wechselvollen Krisen- und Kriegsjahre. Von 1894 – 1935 leitete Verwalter Carl Erb die Geschicke der Bank. Ab 1935 übernahm Konrad Zeller die Nachfolge und diente der Leihkasse Stammheim AG während 43 Jahren. Auf den 1. Jan. 1978 übernahm sein Sohn Peter Zeller die Leitung der Bank. Seit seiner Pensionierung im Jahr 2015 hat Michael Tanner den Vorsitz der Geschäftsleitung inne.

Das Vertrauen in die Leihkasse Stammheim ist der wichtigste Erfolgsfaktor. Diesem Vertrauen als wertvollstem Gut einer Bank gilt es auch in Zukunft Sorge zu tragen.